Was ist ein Glasfaser-Zertifizierer?

Ein Glasfaser-Zertifizierer belegt, dass eine installierte passive Glasfaserverkabelung die Anforderungen nationaler und internationaler Normen und Standards wie ISO/IEC 11801 und DIN EN 50173 erfüllt.

Er ist unverzichtbar, wenn bei Neuinstallationen oder Modernisierungen der normkonforme Aufbau und die Leistungsfähigkeit der LWL-Strecken nachgewiesen und dokumentiert werden müssen.
Zertifizierung ist häufig Voraussetzung für Herstellergarantien und eine offizielle Abnahme der Installation.

Mit den WireXpert- und FiberXpert-Lösungen von Softing IT Networks stehen Installateuren und Serviceanbietern präzise und praxisgerechte Werkzeuge für alle Glasfaseranwendungen zur Verfügung – von der klassischen Einfügedämpfung- und Rückflussdämpfungsmessung bis hin zur OTDR-Analyse langer Strecken.

Wie funktioniert ein Glasfaser-Zertifizierer?

Ein Glasfaser-Zertifizierer prüft die wichtigsten optischen Parameter einer Strecke und bewertet die Messergebnisse automatisch gegen die gewählten Normen.

Der typische Ablauf umfasst:

  1. Auswahl der Norm und des Steckertyps – z. B. für Multimode- oder Singlemode-Verkabelungen
  2. Einfügedämpfungs- (IL) und Rückflussdämpfungsmessung (RL/ORL) – stellt sicher, dass die Strecke die geforderte Signalqualität bietet
  3. Längenmessung und Dämpfungsverteilung – erkennt fehlerhafte oder zu lange Teilstrecken
  4. OTDR-Messung – lokalisiert bei Bedarf exakte örtliche Positionen von Dämpfungsstellen, Spleißen, Steckverbindern oder Kabelbrüchen
  5. Automatische Pass/Fail-Bewertung nach Norm und Erstellung normkonformer Prüfberichte, die für Abnahme und Dokumentation genutzt werden können

So lassen sich Glasfaserstrecken nicht nur messen, sondern auch verlässlich zertifizieren – ein entscheidender Nachweis für die Qualität und Zukunftssicherheit moderner LWL-Netzwerke.